Weitere Fallbeispiele:
  • Gravimetrische Kontrolle des Erfolges von Verdichtungsmaßnahmen  
  • Erkundung von Karstphänomenen  
Gravimetrie
Fallbeispiel 3: Gravimetrische 3D-Modellierung

Ziel der 3D-Modellierung ist es, den geologischen Kenntnisstand an Hand der vorliegenden flächenhaft gemessenen gravimetrischen Daten zu überprüfen. Dazu wird die Schwerewirkung des geologischen Modells mit Hilfe des Programms GRAV3D (Eigenentwicklung) berechnet und den gravimetrischen Messdaten gegenübergestellt. Aus den Differenzen sollen weitere Untersuchungsmaßnahmen zur Verbesserung des geologischen Modells abgeleitet werden.


Im hier dargestellten Beispiel aus der Braunkohlenerkundung wurde das bestehende dreidimensionale geologische Modell hauptsächlich aus den Informationen von Bohrungen erstellt und enthält die Schichten, die in ihrer Dichte von der Dichte der überwiegend vorkommenden Sande abweichen (d.h. Flöze, Geschiebemergel, Prätertiär). Für die gravimetrische Modellierung werden die Modellschichten in Prismen zerlegt, denen eine Dichte zugewiesen und deren Schwerewirkung bezogen auf die Erdoberfläche berechnet wird.


Abbildung 3 zeigt die Gegenüberstellung des gemessenen gravimetrischen Feldes (A) und des aus dem geologischen Modell berechneten gravimetrischen Feldes (B). Es ist zu erkennen, dass das Modell-Schwerefeld schon gut dem gemessenen Schwerefeld entspricht. Im Bild C der Abbildung ist die Differenz aus Messfeld (A) minus Modellfeld (B) dargestellt. Hier zeigen sich dann deutlicher die Unterschiede, die sich zwischen Modell und Messung ergeben. Deren Interpretation gibt Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten des geologischen Modells.


Diese Interpretation ermöglicht es jetzt, durch gezielte Maßnahmen im Bereich der größten Differenzen das geologische Modell zu präzisieren, wobei der Erfolg jeweils durch eine erneute Modellierung kontrolliert werden kann.

Abb. 3: Vergleich von Messung und Modellrechnung

Abb. 4: Profilschnitt durch das Modell (rote Kurve: Messung; blaue Kurve: Rechnung)