Weitere Fallbeispiele:
  • Erkundung von Karstphänomenen  
  • Gravimetrische 3D-Modellierung  
Gravimetrie
Fallbeispiel 1: Gravimetrische Kontrolle des Erfolges von Verdichtungsmaßnahmen

Mit Hilfe von Rütteldruckverdichtungen (RDV) wurden zur Stabilisierung einer Kippe des Braunkohlentagebaus schwimmende Stützkörper bis in eine Tiefe von 10...15 m und mit einer Breite von ca. 25 m erzeugt. Das Erkundungsziel der mikro-gravimetrischen Messungen auf einer Trassenlänge von 1000 m bestand in dem Nachweis der Homogenität dieser Verdichtung bzw. in der lagebezogenen Erfassung von Diskontinuitäten.


Die zu untersuchende Trasse wurde mit einem gravimetrischen Profilnetz überdeckt, bei dem der Messpunktabstand auf den senkrecht zur Trasse verlaufenden Profilen 5 m und der Profilabstand 10 m betrug.


Die in Abbildung 1 in einem Ausschnitt dargestellte lokale Schwereanomalie lässt auf einem Großteil der Trasse deutlich die erhöhten Schwerewerte (rotbraune Färbung) entlang der Zentralachse der Untersuchungsfläche erkennen. Diese relativen Schweremaxima weisen auf den Verdichtungserfolg hin. Es zeigen sich im Verlauf der Trasse jedoch auch Bereiche, in denen nur eine geringere Verdichtungswirkung erzielt werden konnte.


Die Ergebnisse der durchgeführten mikro-gravimetrischen Messungen belegen, dass mit diesem Verfahren der Erfolg und die Homogenität solcher Verdichtungsmaßnahmen beurteilt werden kann.


Sind die geometrischen Parameter des erzeugten Stützkörpers annähernd bekannt, könnte über eine 3D-Modellierung der Verdichtungseffekt quantifiziert werden.

Abb. 1: Lokale Schwereanomalie entlang der untersuchten Trasse