Baugrunduntersuchung
Fallbeispiel: Baugrunduntersuchungen an einem Speicherbecken

Für die standsicherheitliche Beurteilung eines Dammbauwerkes sind zunächst die Baugrundverhältnisse zu erkunden. Dabei ist im vorliegenden Fall aufgrund der schwierigen geotechnischen Situation im Randbereich eines ehemaligen Kippengeländes eine Kombination von geeigneten Untersuchungsmethoden auszuwählen.


Für die Lösung dieser Aufgabenstellung bietet sich eine Kombination aus direkten und indirekten geotechnischen Methoden an. Durch die Kombination von Baugrundkernbohrungen mit einem ausreichend großen Durchmesser sowie Druck- und Schweren Rammsondierungen als indirekte Verfahren kann eine sichere Aussage zum Untergrund erhalten werden.


Die Abbildung des Querschnittes zeigt deutlich, dass der Damm wie erwartet aus sehr inhomogenem Kippenmaterial besteht. Mit den durchgeführten Untersuchungen konnte der Baugrundaufbau detailliert beschrieben werden. Vereinfacht zusammengefasst überwiegen an der Wasserseite nichtbindige und an der Luftseite gemischtkörnige bis bindige Kippenmaterialien. Der Übergang vom Kippenbereich zum gewachsenen Boden an der Luftseite konnte mit den durchgeführten Untersuchungen und aus der Analyse von Altunterlagen nachvollzogen werden. Dieses Ergebnis bildet die Grundlage für die im Anschluss durchgeführten hydraulischen- und Standsicherheitsberechnungen.

Abb. 1: Bohrkerne




Abb. 2: Geologischer Querschnitt